Me Made Mittwoch · Schneiderei

Me Made Mittwoch #34: Ahoi gemütlicher Sommer

Liebe KleidermacherInnen,

zum heutigen Me Made Mittwoch stelle ich euch eines meiner neuen Kleider vor, die ich im Mai genäht habe. Ein Kleid aus leuchtend rotem Jersey mit kleinen weißen Segelbooten, mit engem Oberteil und weitem Rock. Jetzt fehlt mir nur noch Urlaub am Meer … Aber erst einmal bleibt es beim täglichen Radfahren entlang der Elbe.

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Den Stoff habe ich vor einigen Wochen kurzerhand zusammen mit anderen bestellt, als ich im Laufe des „Me Made May“ merkte, dass mein Kleiderschrank zu wenige Kleider beinhaltet, die wunderbar gemütlich sind und meinem Stil entsprechen. Nach kurzer Suche bin ich auf einen Kleiderschnitt von Minikrea gestoßen – eine dänische Firma, die ich bisher vor allem wegen ihrer schönen Schnitte für Kinder kannte. Zunächst nähte ich den Schnitt exakt nach den Vorgaben.B ereits beim zweiten Kleid kombinierte ich andere Rockschnitte und versuchte mich an unterschiedlicher Ausschnittversäuberung. Bis Ende Mai habe ich vier neue Jerseykleider genäht, das letzte aus dem roten Stoff mit weißen Segelbooten. Der erinnerte mich sofort an ein Kleid aus der aktuellen Ostsee-inspirierten Kollektion von Lena Hoschek und ich hatte ihn mir bis zum Schluss aufgehoben … und dann beim Zuschneiden fast alles kaputt gemacht.

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Das eingesetzte Taillenband war nicht von vornherein beabsichtigt. Doch nachdem ich einen dreiviertel Tellerrock zugeschnitten hatte, war nur noch wenig Stoff für Ärmel und Oberteil übrig. Und nachdem ich erst dachte, neben der Stoffmenge auch den Musterverlauf ganz prima im Blick zu haben, fehlten beim Rückteil in der Taille plötzlich reichliche Zentimeter. Nun brauchte es das Band zwischen Rock und Oberteil. Die nächsten großen Fehler machte ich beim Zusammennähen. Da ich mit meiner Overlock arbeitete, musste ich Oberteil und Rock nochmals auseinander scheiden. Um am Ende nicht wieder ein zu kurzen Oberteil zu haben, schnitt ich aus den allerletzten Stoffresten neue Taillenbänder zu. Zwischendurch ärgerte ich mich sehr, dass ich ausgerechnet bei diesem Stoff, auf den ich mich am meisten gefreut hatte, so große Fehler machte. Ich war überzeugt, dass ich das Kleid wirklich nur zu Hause tragen würde. Als Alle Teile dann passend aneinander genäht waren, war mein Eindruck bei der nächsten Anprobe wieder ein anderer. Entgegen meiner Befürchtung gefiel mir das Kleid sehr gut. Das motivierte mich, auch den Ausschnitt sehr sauber von Hand zu versäubern, so dass von Außen nichts sichtbar ist. Außerdem ergänzte ich drei Permutknöpfe am Ausschnitt. Den Rocksaum nähte ich mit der Maschine.

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Ergänzend zum Kleid nähte ich die Enden eines blau-weiß-gestreiften Gurtbandes um und befestigte einen Verschluss. So habe ich zum Segelbootkleid einen passenden Gürtel im maritimen Stil. Zusammen mit diesem Gürtel ist das Kleid schlussendlich doch noch zum Liebling meiner vier neuen Jerseykleider geworden.

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Mein Segelbootkleid ist noch keinen Monat alt und hat bereits jegliche Alltagsproben mitgemacht: darin spielen, toben, Kuchen backen, Mittagsschlaf machen, Stadtausflüge, Fahrrad fahren, schnell am Abend waschen und über Nacht trocknen, am nächsten Tag Kindergeburtstag feiern samt Wasserbombenschlacht und in einen Gewitterregen kommen. So habe ich mir das gewünscht! Und so kann es den ganzen Sommer weiter gehen! Welche Alltagsproben die selbstgemachten Stücke anderer KleidermacherInnen erleben, könnt ihr jede Woche auf dem Blog des Me Made Mittwoch sehen.

Ahoi und liebe Grüße, K*

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18 Kommentare zu „Me Made Mittwoch #34: Ahoi gemütlicher Sommer

    1. Liebe Zuzsa, danke! Und ja, daran habe ich auch immer etwas gezweifelt … und dann irgendwann gemerkt, dass meine gekauften Jerseykleider zum Gemütlich sein noch weniger elegant sind. Und da sie gefühlt mit jeder Wäsche kürzer und unförmiger wurden, war damit selbst mal raus in den Garten zum Spielen oder Kaffeetrinken gehen, nicht mehr möglich. Das hat mich dann motiviert … und meine geliebte Overlockmaschine! (: LG, K*

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