Me Made Mittwoch · Schneiderei

Me Made Mittwoch #32: mein Hochzeitstagskleid

Liebe KleidermacherInnen,

im April feierten meine Mann und ich unseren ersten Hochzeitstag. Das Kleid, dass ich zu diesem Anlass das erste Mal trug, möchte ich euch beim heutigen Me Made Mittwoch vorstellen.

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Zu diesem Kleid inspiriert wurde ich, als wir im vergangenen Herbst Gäste auf der Hochzeit sehr lieber Freunde waren und die Braut am Abend ihr wunderschönes Brautkleid in ein nicht weniger hübsches Tanzkleid eintauschte, um etwas leichtfüßiger zur Folklore-Band über die Tanzfläche wirbeln zu können. Genäht habe ich das Kleid dann zum Teil nach dem Schnitt meines eigenen Hochzeitskleides – das Oberteil stammt vom Modell Nr. 129 der Burdastyle vom März 2016. Als Rock habe ich einen dreiviertel Teller ergänzt, in dessen Seitennähten sich Taschen Verbergen. Der Stoff, eine Baumwollpopeline mit Blumenmuster, stammt von meinem ersten Besuch des Maybachufers in Berlin, gekauft schon vor einigen Jahren.

Mein Mann überraschte mich zu unserem ersten Hochzeitstag mit einem Blumenstrauß ganz ähnlich meinem Hochzeitsstrauß im vergangenen Jahr.

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Gefüttert habe ich das Oberteil mit einem rot-weiß-gestreiften Baumwollstoff, der sich auch bereits seit Jahren als Rest in einer meiner Stoffkisten befand. In der hinteren Mitte habe ich einen Reißverschluss aus Metall eingesetzt. Metallene Reißverschlüsse mag ich zu vielen meiner Kleider sehr gern, da sie, passend zum Stil der 50er, für mich ein wenig althergebrachten Charm mitbringen. Den Saum habe ich mit einem Baumwollschrägband verstürzt. Die Rocklänge reicht bis ein paar Zenitimeter unterhalb der Knie, etwas länger als bei den meisten meiner anderen Kleider. Ich wollte gern ausprobieren, ob diese Länge für mich auch funktioniert – und bisher mag ich sie sehr gern, am liebsten jedoch mit hohen anstelle von flachen Schuhen.

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Als ich das Kleid im letzten Herbst fertig genäht hatte, habe ich es an einem warmen Tag noch geschafft ein paar Bilder zu machen. Doch schon kurz darauf war es zu kalt für ein so sommerliches Kleid, weshalb es erst einmal ungetragen in den Schrank wanderte. Für den Anlass unseres ersten Hochzeitstages holte ich es wieder heraus, da in ihm so schöne Erinnerungen an die Hochzeiten des vergangenen Jahres stecken. Kombiniert mit Strickjacke und Strumpfhosen hielt es dem Aprilwetter gut stand. Unterm Kleid trug ich noch einen selbstgenähten Petticoat aus Baumwolle – eine weitere wärmende Schicht, die dem Rock gleichzeitig etwas mehr Stand gibt, ohne zu füllig zu sein.

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Wir haben unseren ersten Hochzeitstag ganz in Ruhe in Familie verbracht: gemeinsam mit unserem kleinen Sohn waren wir essen, haben am Standesamt nach Brautpaaren Ausschau gehalten, die ein Jahr nach uns heiraten und einen ganz ausgiebigen Mittagsschlaf gemacht. Danach gab es Kaffee, Kakao und Kekse im Bett.

Nach diesem besonderen und gleichzeitig ganz einfachen Tag hoffe ich, wird das Kleid im Sommer ein Teil meiner Alltagsgarderobe werden. Na gut, vielleicht für alltäglich besondere Momente, von denen es gern ein paar mehr geben darf. Was andere KleidermacherInnen in ihrem ganz normalen und besonderen Alltag tragen, könnt ihr jede Woche auf dem Blog des Me Made Mittwoch erfahren.

Viele Grüße, K*

 

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15 Kommentare zu „Me Made Mittwoch #32: mein Hochzeitstagskleid

  1. Ein richtig hübsches Kleid. Der Stoff ist ein Traum und die extra Schleife passt perfekt dazu. Nachdem ich mein Apathie für lange Röcke abgelegt habe, ist bei mir derzeit alles Bodenlang oder übers Knie, ist halt irgendwie schon eleganter
    Lg SAbine

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  2. Sehr schön ist Dein Blumenkleid und auch die Länge passt super zu Dir. Ich mag normalerweise dunkle Strumpfhosen zu hellen Kleidern oder Röcken gar nicht leiden, aber so wie Du das Kleid in der April-Variante trägst, sieht es toll aus. Und manchmal reicht auch ein schönes Kleid, um einen Alltag zu etwas besonderem zu machen.
    LG Petra

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